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Kommission für bayerische Landesgeschichte

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Der Auftrag: Die bayerische Landesgeschichte wissenschaftlich erforschen

Das Arbeitsgebiet der Kommission der bayerischen Landesgeschichte umspannt das gesamte Gebiet des heutigen Bayern und alle Epochen seiner Vergangenheit, von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Zeitgeschichte, und alle Bereiche der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Geschichte, von Politik und Recht, Wirtschaft und Sozialstruktur bis Kunst, Wissenschaft und Bildung. Gemäß dem Gründungsauftrag von 1927 widmet sich die Kommission der „Förderung und Zusammenfassung der planmäßigen Erforschung und Bearbeitung der bayerischen Geschichte“.

Umfangreiche Forschungen im Miteinander ermöglichen

So sollen vor allem Unterfangen gefördert werden, die nur durch das organisierte Zusammenwirken mehrerer Mitarbeiter gemeistert werden können. Mit diesem Auftrag setzt sich die Kommission dafür ein, die wissenschaftliche Erforschung der bayerischen Landes­geschichte durch Mitglieder und Mitarbeiter voranzutreiben sowie landesgeschichtliche Arbeiten zu fördern und zu koordinieren. Das betrifft vor allem die umfassende Edition von Quellen zur Geschichte von Mittelalter und Neuzeit, die großangelegte historisch-topographisch-namenkundliche Landesbeschreibung und die Herausgabe von Zeitschriften – unter Berücksichtigung aller Teilgebiete der Landesgeschichte.

Das Erbe kennen und bewahren

Die Erforschung der bayerischen Geschichte sollte nach den Erfahrungen des zentralistisch-totalitären NS-Staates auch dazu beitragen, ein Bewusstsein der Zusammengehörigkeit zu schaffen und nachwachsenden Generationen wertvolle und unverfälschte Einblicke in die eineinhalb Jahrtausende alte Geschichte Bayerns mit all seiner Vielfalt und Gesamtheit zu vermitteln. Die Menschen sollen Kenntnisse zu Region, Land und Leuten erhalten – und Heimat finden in einer Geschichte, die vornehmlich in den vielen Jahrhunderten vor dem sogenannten „Dritten Reich“ wurzelte

Postulat einer gesamtbayerischen Forschung

Man legte zudem großen Wert darauf, gesamtbayerische geschichtswissenschaftliche Aufgaben zu bearbeiten, also fränkische, schwäbische, pfälzische und altbairische Geschichte gleichermaßen zu erforschen und den Zusammenhang zwischen diesen Landesteilen stets im Blick zu halten. Vor diesem Hintergrund wurden zunächst vor allem die Arbeiten an den ersten Bänden des historischen Atlas von Franken, den schwäbischen Ortsnamenbüchern und am schwäbischen Geschichtsatlas forciert und 1949 die Gründung der Schwäbischen Forschungs­gemeinschaft aktiv unterstützend begleitet.